Ein Valentinstag, zwei Wege: Wie aus einer kleinen Geste ein großer Unterschied wird...
zu den Infos
Ein Valentinstag, zwei Wege: Wie aus einer kleinen Geste ein großer Unterschied wird
Ein Strauß Blumen, eine Schachtel Pralinen, eine Karte – Valentinstag muss nicht perfekt sein, um zu berühren. Oft sind es die kleinen Dinge. Und genau dort beginnt auch Abfallvermeidung: beim „Drumherum“. Die Abfallberatung der Stadt Klagenfurt am Wörthersee zeigt, wie romantische Gesten ohne Müllberg gelingen – und wie Papier, Plastik, Glas sowie Batterien und Akkus richtig entsorgt werden.
Eine kleine Szene aus dem Alltag
Es ist der 14. Februar. In der Küche duftet’s nach Kaffee, auf dem Tisch liegt eine Karte, daneben ein kleines Päckchen. Eine Hand streicht kurz über das Geschenkband. Ein Lächeln. Dann wird ausgepackt: das Rascheln von Folie, eine Schachtel, ein Kärtchen, ein Glasfläschchen mit Duft – und irgendwo dazwischen: ein winziger Blink-Anhänger, der die Botschaft noch „ein bisschen schöner“ machen soll.
Ein paar Minuten später ist das Geschenk aus dem Papier befreit und der Tisch voller Reste. Genau da entscheidet sich, ob Valentinstag nur einen kurzen Moment hinterlässt, oder auch etwas Gutes für morgen.
Die zweite Hälfte der Geschichte: Was nach dem Auspacken passiert
Viele werfen in diesem Moment alles zusammen in einen Sack und denken: „Ist ja nicht viel.“
Aber Abfallwirtschaft ist oft nicht „viel“, sondern richtig. Denn aus richtig getrennten Wertstoffen werden wieder neue Rohstoffe. Aus falschen Würfen wird: Restmüll, Störung im Recycling oder im schlimmsten Fall sogar Gefahr.
Damit der Valentinstag nicht im Restmüll endet, helfen diese einfachen Schritte, schnell, alltagstauglich und ohne Romantik-Killer:
Papier – wenn es sauber ist, ist es Gold wert
Die Karte, die Schachtel, der Karton: Das ist Recycling-Material mit hoher Qualität, wenn es trocken und sauber bleibt.
- Saubere Kartons und Papierverpackungen: ab in die Papiersammlung.
- Glänzendes Geschenkpapier mit Folien-/Glitzeranteil: bitte nicht ins Altpapier – das gehört meist in den Restmüll.
- Tipp aus der Praxis: Kartons flachdrücken – spart Platz und erleichtert die Sammlung.
Plastik – Verpackung ja, Deko nein
Valentinstag bringt viel Kunststofffolie: um Blumen, um Süßwaren, um kleine Sets.
- Leere Kunststoffverpackungen (Folien, Kunststoffhüllen): in den gelben Sack/gelbe Tonne
- Dekoartikel, Kunststoffblumen, Mischmaterialien (z. B. „Deko-Set“ mit allem drin): nicht automatisch in den „Gelben Sack“. Hier zählt: Verpackung sammeln – Gegenstände nicht.
- Kurzregel: Verpackung = ja. Spielzeug/Deko = nein.
Glas – ein Wertstoff, der immer wieder kann
Das kleine Glasflakon, das Marmeladenglas mit Herz-Deckel, die Flasche vom Lieblingsgetränk: Glas ist im Recycling stark – wenn es richtig gesammelt wird.
- Flaschen und Gläser leer in den Altglascontainer (je nach System nach Farben trennen).
- Nicht ins Altglas: Porzellan, Keramik; das kann Glasrecycling stören.
- Bei Kerzen im Glas: Wachsreste entfernen, dann Glas ins Altglas; Wachsreste in den Restmüll.
Akkus und Batterien – die unsichtbare Gefahr im Liebesgeschenk
Und dann ist da noch dieses kleine blinkende Herz. Funktioniert, aber landet später kaputt im Müll. Genau hier wird es ernst: Akkus und Batterien gehören niemals in den Restmüll oder in die Verpackungssammlung. Sie können in Sammel- und Sortieranlagen Brände auslösen – oft ausgelöst durch Druck oder Beschädigung.
- Batterien/Akkus getrennt sammeln.
- Wenn möglich aus Geräten entfernen.
- Abgabe bei Sammelstellen im Handel oder am Recyclinghof.