Vereine und Registrierkassenpflicht - Information

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Zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher engagieren sich in Vereinen und leisten durch ihren Einsatz einen enormen gesellschaftlichen Beitrag für das Zusammenleben in vielen Bereichen – vom Sozial- und Gesundheitswesen über den Sport- und Freizeitbereich, Kulturinitiativen, bis hin zu Aktivitäten für den Natur- und Umweltschutz.

Daher bestehen für Körperschaften, die einen begünstigten Zweck verfolgen, viele abgabenrechtliche Begünstigungen, unter anderem auf dem Gebiet des Umsatz- und Körperschaftsteuerrechts sowie des Gebühren- oder auch Kommunalsteuerrechts. Voraussetzung ist allerdings, dass der jeweilige Verein sowohl nach seiner Rechtsgrundlage als auch nach der tatsächlichen Geschäftsführung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgt.

Wirtschaftliche Tätigkeit von Vereinen

Sobald ein Verein durch eine wirtschaftliche Tätigkeit unternehmerisch mit anderen Marktteilnehmern in Konkurrenz tritt, sind diese Tätigkeiten aus Gründen der Wettbewerbsneutralität grundsätzlich steuerpflichtig. Unabhängig davon sind bestimmte wirtschaftliche Tätigkeiten ohne Gewinnabsicht, die der Erreichung des begünstigten Zwecks förderlich sind, steuerlich begünstigt.

Registrierkassenpflicht für Vereine

Grundsätzlich muss jeder Betrieb ab einem Jahresumsatz von 15.000 € netto, sofern auch die Barumsätze (inkl. Bankomatkarten-, Kreditkartenzahlungen) 7.500 € netto überschreiten, ab 1.1.2016 die Bareinnahmen mit einer Registrierkasse elektronisch aufzeichnen. Die Registrierkassenpflicht betrifft demnach auch Vereine, sofern sie die genannten Umsatzgrenzen überschreiten und nicht die Voraussetzungen für eine steuerliche Begünstigung erfüllen.

Details und Informationen

Die Broschüre „Vereine und Steuern“ informiert umfassend zu diesem Thema; der Folder „Vereine und die Registrierkassenpflicht“ geht speziell auf diese Neuerung ein. Auf www.bmf.gv.at sind Antworten auf die häufigsten Fragen als so genannte FAQ veröffentlicht. Informieren Sie sich darüber hinaus in Ihrem Finanzamt, wo Experten auch Vorträge zu diesem Thema halten.


Quellenangaben:
Bundesministerium für Finanzen

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