Online-Betrug: Opfern wird Lotteriegewinn vorgetäuscht

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Das Bundeskriminalamt warnt vor Benachrichtigungen über einen angeblichen Lotteriegewinn per E-Mail. Dem vermeintlichen Gewinner wird mitgeteilt, er müsse sich mit einer zuständigen Person in Verbindung setzen, um den Gewinn zu lukrieren. Bevor das Geld verfügbar ist, sind jedoch Gebühren zu entrichten. Außer Spesen ist dann meist nichts gewesen.

Die Betrüger liefern den Opfern plausible Argumente über die Echtheit des Lotteriegewinns. Deshalb lassen sich immer wieder Empfänger von "Gewinnbenachrichtigungen" dazu verleiten, Gebühren zu überweisen. Im Jahr 2011 registrierte die Polizei 18 Fälle mit einer Gesamtschadenssumme von 1,5 Millionen Euro. In zwei Fällen wurden Opfer um 650.000 und 450.000 Euro geschädigt. Die Polizei geht von einer hohen Dunkelziffer aus.

"Die flexibel und international agierenden Betrüger wechseln ständig die Arbeitsweise und treten mit den unterschiedlichsten Vorspiegelungen an mögliche Opfer heran", sagt Mag. Claus Kahn von der Abteilung Wirtschaftskriminalität im Bundeskriminalamt. "Das Internet ermöglicht es den Tätern, anonym zu handeln und laufend unter anderen Identitäten aufzutreten."

Das Bundeskriminalamt gibt folgende Tipps: 

  • Seien Sie generell und besonders bei Ihnen unbekannten Absendern vorsichtig, wenn Sie Zuschriften per E-Mail erhalten.
  • Prüfen Sie die Zuschriften auf Plausibilität und Wahrheitsgehalt. Überlegen Sie, ob es realistisch erscheint, dass Sie in einem Gewinnspiel etwas gewinnen, an dem Sie gar nicht teilgenommen haben.
  • Fragen Sie sich: Kenne ich den Empfänger persönlich, oder ist das nur eine "Internetbekanntschaft"?
  • Reagieren Sie nie auf verdächtige E-Mails und Schreiben. Keinesfalls sollten Sie persönliche Dokumente, Bankverbindungen und sonstige Daten bekannt geben, da mit diesen Daten weitere Betrugshandlungen gesetzt werden.

Quellenangabe
Bundesministerium für Inneres