Der Nachwuchsforschungspreis für HTI:Human-Technology-Interface des Landes Steiermark ging 2015 an den Physiker Martin Kupper aus St. Margareten im Rosental

Kupper Martin (© Foto Fischer)

Unregelmäßige Atmung ist eine Fehlerquelle bei der Lokalisierung von Lungentumoren mittels Computertomographie. Martin Kupper hat in seiner am Institut für Materialphysik der TU Graz und in Kooperation mit der Med Uni Graz verfassten Masterarbeit eine Lösung gefunden. Er wurde dafür mit dem Forschungspreis für HTI:Human-Technology-Interface des Landes Steiermark in der Kategorie Nachwuchsförderung ausgezeichnet.

Vor der strahlentherapeutischen Behandlung von Lungenkrebs muss der Tumor genau lokalisiert werden. Das geschieht mit dem bildgebenden Verfahren der 4D-Computertomographie, kurz CT. Krankheitsbedingt atmen die Patientinnen und Patienten häufig sehr unregelmäßig, was die Auswertung der CT-Aufnahmen stark erschwert oder gar unmöglich macht – eine Wiederholung der Aufnahme ist dann unvermeidlich. Martin Kupper hat im Rahmen seiner Masterarbeit am Institut für Materialphysik der TU Graz und in Kooperation mit der Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie der Med Uni Graz ein Verfahren entwickelt, mit dem die Unregelmäßigkeiten der Atmung bei der Aufnahme berücksichtigt und korrigiert werden können. So werden zeit- und kostenaufwendige Wiederholungen von CT-Aufnahmen vermieden. „Was noch viel wichtiger ist: den Krebspatientinnen und -patienten bleibt damit eine weitere Untersuchung und damit Belastung erspart“, betont Martin Kupper. Dafür erhielt er gestern den mit 5.000 Euro dotierte Preis der Kategorie „Nachwuchsforschung“, den das Land Steiermark jährlich an eine herausragende Abschlussarbeit im Themenfeld Medizintechnik vergibt.

Quellenangabe:
Pressestelle der Technischen Universität Graz
http://presse.tugraz.at/pressemitteilungen/2015/30.04.2015.htm