LED statt Glühlampe zahlt sich aus

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Die große Auswahl an Lampenmodellen in den Regalen von Elektrohändlern und Baumärkten ist auf den ersten Blick verwirrend. Die Umstellung auf LED lohnt sich aber, weil Leuchtdioden 80 Prozent energieeffizienter als Glühbirnen sind, sagen Experten der Salzburg AG. Hier einige Tipps, damit Ihr Zuhause auch mit LED im richtigen Licht erstrahlt.

Die Vielfalt an LED, Energiespar- und Halogenlampen für die verschiedensten Wohnsituationen ist groß wie nie zuvor. Laut Fachleuten der Salzburg AG sind LED um vier Fünftel energieeffizienter als vergleichbar helle Glühbirnen, und etwa 20 bis 40 Mal haltbarer.

Kosten und Nutzen
LED-Lampen kosten zwar bei der Anschaffung 20 bis 50 Euro. Laut Energieberatung der Salzburg AG sparen sie aber im Gegenzug beim Stromverbrauch deutlich: Eine 60 Watt-Glühbirne kommt bei 1.000 Brennstunden im Jahr auf rund 15 Euro Stromkosten, eine Energiesparlampe auf rund fünf Euro, eine LED-Lampe auf weniger als drei Euro. Damit sind LED die günstigste Wahl in punkto Stromverbrauch.

Lumen statt Watt
Angesichts von ungewohnten Angaben wie Lumen und Kelvin auf der Verpackung kann es leicht passieren, dass man zum falschen Modell greift. Genau hinsehen ist notwendig, um die gewünschte Lichtfarbe, Leuchtstärke und den passenden Abstrahlwinkel zu erreichen. Die Energieberater der Salzburg AG empfehlen deshalb, in erster Linie die Lumen-Angaben zu beachten und sich an folgenden Umrechnungsmodus zu halten:

  • 220–250 Lumen = 25-Watt-Glühbirne
  •  410–470 Lumen = 40-Watt-Glühbirne
  •  700–810 Lumen = 60-Watt-Glühbirne
  •  920–1.060 Lumen = 75-Watt-Glühbirne
  •  1.300–1.530 Lumen = 100-Watt-Glühbirne

Lichtfarbe in Kelvin
Neu bei LED ist die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Farbtemperaturen zu wählen. Diese reichen von einem warmen Ton bis zu grellem Tageslichtweiß und werden in Kelvin angegeben:

  • 2.700 Kelvin = extra warmweiß
  •  bis 3.300 Kelvin = warmweiß
  •  bis 5.000 Kelvin = neutralweiß
  •  über 5.000 Kelvin = tageslichtweiß

Der Abstrahlwinkel
Auf der Verpackung ist ebenso der Abstrahlwinkel angegeben. 30 bis 35 Grad sind Standard bei LED-Lampen. Das entspricht in etwa dem Lichtkegel eines Halogenspots und ist damit bei vielen Decken- und Wandlampen ungeeignet. Es gibt allerdings bereits LED, die das Licht breiter streuen und einen Raum gut ausleuchten können.

Dimmbar oder nicht dimmbar?
Ob eine LED-Lampe grundsätzlich dimmbar ist, gibt das dreieckige Dimmschalter-Symbol auf der Verpackung an. Bei nicht dimmbaren Lampen ist das Symbol gestrichen. Allerdings ist nicht jedes dimmbare Lampenmodell für jeden Dimmer geeignet, manche flackern oder summen. Das hängt mit der jeweiligen Technik zusammen und lässt sich leider nur ausprobieren.

Halt- und Schaltbarkeit
Auf der LED-Verpackung ist außerdem die durchschnittliche Lebensdauer in Betriebsstunden angegeben, sie liegt üblicherweise zwischen 15.000 und 30.000 Stunden. Im Unterschied zu manchen Energiesparlampen hängt bei LED die Lebensdauer auch nicht davon ab, wie oft das Licht ein- und ausgeschaltet wird. Laut Energieberatern der Salzburg AG rechnen sich LED dort ganz besonders, wo das Licht lange an ist und wo es oft aus- und eingeschaltet wird.

LED zum Reycling
LED-Lampen sind zwar frei von Quecksilber, enthalten aber elektronische Bauteile. Daher gehören sie nicht in den Restmüll und auch nicht in den Glascontainer, sondern müssen so wie Energiesparlampen bei Sammelstellen (Elektrofachhändler) oder am Recyclinghof abgegeben werden.

Mehr Infos unter www.spare-energie.at 

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