Kärnten wird immer älter und schrumpft

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Die Entwicklung ist eindeutig. Während Österreich wächst, weist Kärnten als einziges Bundesland eine negative Bevölkerungsentwicklung auf. Die Überalterung und der Rückgang der Erwerbstätigen bringen neue Aufgaben für die Gemeinden.

Laut aktueller Prognose der Statistik Austria schrumpft Kärnten kontinuierlich bis 2050. 552.000 anstatt 561.000 (2008) Kärntnerinnen und Kärntner soll es bin dahin geben, was einem Minus von 1,5 Prozent entspricht. Österreichweit wird dagegen ein Plus von 13,6 Prozent verzeichnet. 2050 soll unser Land 9,467 Millionen Einwohner haben.

Das Minus in Kärnten ist auf den Geburtenrückgang und die fehlende Zuwanderung zurückzuführen. Während die Ballungszentren und ihre Umlandgemeinden bei der Bevölkerung deutlich zulegen können, hat der ländliche Raum mit massiven Einbrüchen zu kämpfen.

Gemeinden in den Bezirken Spittal an der Drau, Hermagor, Wolfsberg, Völkermarkt und St. Veit an der Glan werden mit Rückgängen im zweistelligen Prozentbereich konfrontier sein. Anpassungen bei der Infrastruktur und der Daseinsvorsorge sind damit jedenfalls notwendig.

Kärnten wird zudem immer älter. Das Durchschnittsalter steigt bis 2050 um etwa sieben Jahre. Die Zahl der über 65-jährigen nimmt um 70 Prozent zu. Dafür gibt es Verluste bei den bis 15-Jährigen (- 19 Prozent) und bei den 15- bis 65Jährigen (-19 Prozent).

Die Lebenserwartung der Frauen liegt 2050 bei 90,2 Jahren (2008: 83,7 Jahre), jene der Männer bei 86,1 Jahren (2008: 77,6 Jahre). Positiv soll die Entwicklung bei der Fertilitätsrate sein. Sie steigt von 1,40 pro Frau auf 1,48.

Quellenangabe:
Information Kärntner Gemeindebund (Ausgabe 5/2010

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