Hacker – die unsichtbaren Kriminellen im Internet

fotoqquellangabe: Bundesministerium für Inneres
Die Kriminalitätsstatistik des Innenministeriums zeigt im ersten Halbjahr 2011 einen deutlichen Anstieg der Internet-Kriminalität, vor allem im Bereich des Hackings. Nicht nur Unternehmen sondern auch Privatpersonen können Opfer von digitalen Angriffen sein. Das Bundeskriminalamt gibt daher zehn Tipps, um sich vor den Gefahren im Internet zu schützen.

1. Schutz des PC
Zum Schutz des eigenen Computers sollte vor der ersten Nutzung des Internets ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall installiert werden. Wichtig dabei: Regelmäßig Updates durchführen.

2. E-Mails und Chat
Öffnen Sie nur E-Mails und Dateien, die von vertrauenswürdigen Absendern stammen. Vorsicht bei angeblichen E-Mails von Kreditinstituten, denn Banken bitten Kunden nie per Mail, vertrauliche Daten ins Netz einzugeben.

3. Software
Achten Sie darauf, welche Software oder Zusatzprogramme („Plug-Ins“) Sie installieren.

4. Tauschbörsen
Wer im Internet mit Unbekannten Daten tauscht, riskiert eine Infektion seines Computers mit Schadprogrammen und macht sich zudem strafbar!

5. Online-Shopping
Achten Sei bei Online-Shops darauf, dass ein Impressum mit Nennung und Anschrift der Firma oder des Geschäftsführers, ein Zertifikat oder Siegel, sowie klare Geschäftsbedingungen vorhanden sind. Informationen dazu bieten Konsumentenschutzorganisationen, wie z.B. www.europakonsument.at.

6. Bezahlung im Web
Die Bezahlung mit Konto- oder Kreditkartendaten im Web sollte immer über eine verschlüsselte Verbindung übertragen werden. Diese erkennen Sie an den Buchstaben „https“ in der Adresszeile der Webseite und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Internet-Browser.

7. Online-Banking
Geben Sie beim Online-Banking die offizielle Adresse der Bank direkt ein. Die Verbindung sollte ebenfalls als verschlüsselt erkennbar sein. Vorsicht gilt, wenn bei Überweisungen mehrere TANs (Transaktionsnummern) abgefragt werden: Dann ist Phising, eine Art Datendiebstahl, im Spiel. Im Zweifelsfall sollten Sie sofort Ihr Bankinstitut kontaktieren.

8. Private Infos und Passwörter
Private Informationen sollten in Foren und Communitys nur guten Bekannten zugänglich sein. Verwenden Sie außerdem nicht das gleiche Passwort für mehrere Dienste. Je länger ein Passwort ist, desto schwerer ist es zu knacken.

9. Angebote als Waren- oder Finanzagenten
Dubiose Angebote im Internet oder per E-Mail als Waren- oder Geldvermittler zu arbeiten, sind konsequent abzulehnen, da man hierbei mit strafrechtlichen Folgen rechnen muss.

10. Apps und Abofallen
Installieren Sie Apps nur über die offiziellen App-Shops und seien Sie bei besonders bei kostenlosen Apps vorsichtig.

Achten Sie bei Werbeangeboten darauf, nicht ohne Ihr Wissen Bestellungen zu tätigen oder Abo-Verträge abzuschließen. Hilfestellung bietet hier die Schlichtungsstelle Ombudsmann unter www.ombudsmann.at.

Bedenken Sie, dass der verantwortungsvolle Umgang bei der Benutzung des Internets bei Ihnen liegt. Verdächtige Sachverhalte im Internet melden Sie bitte an die Internetmeldestelle im Bundeskriminalamt against-cybercrime@bmi.gv.at


Quellenangabe
BM.I/Bundeskriminalamt
Autor:  Barbara Kellner