Euronotruf 112 - Echte Helden holen Hilfe

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Zivilcourage innerhalb der Bevölkerung kann einen maßgeblichen Anteil zur Polizeiarbeit beitragen. Dabei gilt der Vorsatz "Nicht nur zuschauen und anschließend wegschauen", sondern aufmerksam beobachten und je nach Gefahrensituation richtig handeln. Zivilcourage bedeutet daher auch, jemand anderen um Hilfe zu bitten oder anzurufen – z.B. den kostenlosen Euronotruf 112, der für alle 27 EU-Staaten gilt.

"Man muss kein Held sein, um einer zu werden"
Mehr Zivilcourage in Österreich – das ist das Ziel der neuen Sicherheitskampagne des Innenministeriums. Fekter betont, dass in dieser Kampagne ganz klar zum Ausdruck gebracht werden soll, dass es zum Beispiel falsch wäre, von Passanten zu verlangen, sich in einen Raufhandel oder einen Raubüberfall einzumischen. "Das wäre falsches Heldentum und würde nur noch mehr Schaden anrichten", so die Innenministerin. "Denn zum Eingreifen gibt es die Polizei. Die Polizistinnen und Polizisten haben nicht nur die staatliche Macht und Autorität dazu, sie sind auch auf solche Fälle vorbereitet und dafür ausgebildet, sie zu bewältigen."

Euronotruf 112 gilt für alle 27 EU-Staaten
EU-weit wird für alle Notfälle auf die Sicherheits-Serviceline, den Euronotruf 112 umgestellt. D.h. man braucht nur mehr eine Notruf-Telefonnummer im Kopf zu haben, nämlich 112, und zwar europaweit in allen 27 EU-Mitgliedstaaten einheitlich – ob in London, Rom, Warschau, Paris oder Wien.

Der Euronotruf kann von jedem Telefon aus (Festnetz und Mobiltelefon) kostenlos gewählt werden – mit einem Handy auch ohne Netzvertrag, ohne Guthaben und meist sogar ohne SIM-Card.

Ein weiterer Vorteil: Mit der europäischen Notrufnummer braucht man nicht mehr zu überlegen: Rufe ich die Rettung oder die Polizei? Man wählt ganz einfach 112, schildert sein Problem und der oder die Notruf-Bedienstete weiß sofort, welche Einsatzkräfte entsendet werden müssen, ob Rettung, Feuerwehr oder Polizei.

Barrierefreier Zugang zum Notruf
"Darüber hinaus bieten wir einen barrierefreien Zugang zum Notruf für gehörlose Menschen an", so Innenministerin Fekter. "Sie haben die Möglichkeit, den Notruf entweder per SMS, per Fax oder per E-Mail zu kontaktieren. Wie alle Notrufe, sind auch diese Kontaktmöglichkeiten völlig kostenlos."

Derzeit ist es noch so, dass in Österreich Anrufe am Euronotruf 112 in einer Landes-, Bezirks- oder Stadtleitstelle landen, je nachdem, wo sich der Anrufer befindet. Künftig wird es aber österreichweit nur mehr neun Notrufstellen geben, und zwar in jedem Bundesland eine. Damit werden wir erstens effizienter und zweitens die Möglichkeit haben, Anrufe in mehrere Sprachen anzunehmen.

Quellenangabe
Bundesministerium für Inneres

Linktipp
www.bmi.gv.at