AK informiert: Richtige Versicherung bei Sturm und Hagel

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Abgedeckte Dächer, kaputte Fenster oder beschädigte Autos: Für Sturmschäden sind Haushalt- und Gebäudeversicherung sowie spezielle Kfz-Versicherungen dringend notwendig. Die Konsumentenschützer der AK geben Tipps, wie man sich richtig gegen Unwetterschäden versichert.

Grundsätzlich bezieht sich eine Haushaltsversicherung nur auf den Wohnungsinhalt. Wird dieser zum Beispiel durch eindringendes Regenwasser, als Folge eines Sturmschadens beschädigt, leistet die Haushaltsversicherung Ersatz. „Bei Schäden nach einem Rückstau aus der Kanalisation, wie bei Hochwasser oder starken Regenfällen, empfiehlt sich eine Prüfung der Deckungserweiterung der bestehenden Versicherung“, rät Dr. Josefine TRAUNIK, Leiterin des AK-Konsumentenschutzes.

Eine Gebäudeversicherung ist hingegen für Schäden am Haus und an Dingen zuständig, die mit dem Haus verbunden sind. Abgesichert sind Sturmschäden ab einer Windgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometer. Ersetzt werden abgedeckte Dächer, kaputte Fenster und Türen, zerstörte Schornsteine oder Schäden durch umfallende Bäume. Mitversichert sind zum Beispiel auch Satellitenschüsseln oder Rollläden.

Höhere Gewalt

Werden durch einen Sturm Häuser oder Fahrzeuge durch morsche Bäume oder baufällige Häuser beschädigt, muss der Geschädigte den Nachweis erbringen, dass die Besitzer ihre Erhaltungspflicht verletzt haben. „In diesem Fall ist eine Haftung des Hauseigentümers oder dessen Gebäudehaftpflichtversicherung denkbar“, erklärt TRAUNIK.

Sturmschäden an Autos werden meist nur von Kasko-, Elementar- oder Vollkaskoversicherungen gedeckt. Die eigene Haftpflichtversicherung bietet keinen Schutz. „Ob oder in welcher Höhe die Kaskoversicherung zahlt, steht in der Polizze oder in den Versicherungsbedingungen. Wurde ein Selbstbehalt vereinbart, kann er im Schadensfall vom Entschädigungsbetrag abgezogen werden“, betont die Expertin.

Schaden sofort melden

Tritt ein Sturmschaden auf, sollte dieser sofort bei der Versicherung gemeldet und Beweisfotos erstellt werden. Zudem sollte bei der Schadensbesichtigung ein Sachverständiger, zum Beispiel ein fachkundiger Handwerker, hinzugezogen werden. Ist im Deckungsinhalt der Versicherung „Sturmschaden“ enthalten, muss anhand der Versicherungsbedingungen überprüft werden, welche Schäden damit versichert sind.

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