AK informiert: Firmen fordern weiterhin Erlagscheingebühr: AK rät, nur unter Vorbehalt zu bezahlen

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Das Einheben von Zahlscheingebühren ist seit Ende 2009 gesetzlich untersagt. Trotzdem gibt es immer noch Unternehmen, die Extragebühren verrechnen, wenn Kunden ihre Zahlung per Erlagschein tätigen und eine Abbuchung vom Konto verweigern. „Zahlen Sie nur unter Vorbehalt und bewahren Sie die Belege für eine Rückforderung der Gebühr auf“, rät die AK. Einen Musterbrief für die Beeinspruchung finden Konsumenten auf der AK-Homepage.

Jahrelang haben Mobilfunkanbieter, aber auch Versicherungen, Hausverwaltungen oder Energieversorger ihre Kunden zu Einzugsermächtigungen gedrängt. Wer seine Rechnung mittels Zahlschein beglich, wurde mit einem „Strafentgelt“ belegt. „Diese Praxis ist seit November 2009 gesetzlich verboten“, sagt AK-Konsumentenschützerin, Susanne KALENSKY. „Allerdings beschweren sich nach wie vor Konsumenten bei der ARBEITERKAMMER, dass Firmen die Erlagscheingebühr weiter in Rechnung stellen.“

Viele Kunden wollen Unternehmen keinen direkten Zugang auf ihr Konto erlauben, um regelmäßige Zahlungen zu begleichen. Sie überweisen das Geld lieber mittels Erlagschein. „Die neue Rechtslage wird von zahlreichen Firmen noch immer ignoriert“, sagt die Expertin. „Mittlerweile wurde die Einhebung der Zahlscheingebühr in Verfahren gegen drei Mobilfunkanbieter von den Gerichten für unzulässig erklärt.“

Die AK-Experten empfehlen den Konsumenten, die geforderte Gebühr zu bezahlen, um Schwierigkeiten zu vermeiden. Jedoch, unbedingt Belege aufbewahren! Die Betroffenen sollten das jeweilige Unternehmen per eingeschriebenen Brief darüber informieren, dass die Zahlung nur unter dem Vorbehalt der rechtlichen Klärung und Rückforderung passiert. Dafür stellt die AK einen Musterbrief auf der AK-Homepage zur Verfügung.

AK-Hotline 050 477-2000

Web-Tipp
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